{Review} Handmadekultur - das Magazin

Dienstag, Januar 24, 2017



 
Makramee, Möbelbau, Eingemachtes und Genähtes... die "Handmadekultur" schreibt und lebt über genau das, was sie ist - die Kultur des Handgemachten. Und ich durfte probelesen! Das Internet-Portal "Handmadekultur" kenne ich natürlich schon länger, und ich bin mit meinem Blog auch schon länger dort vertreten. Regelmäßig stelle ich auch meine Anleitungen dort vor.

Die Print-Ausgabe war mir irgendwie am Rande geläufig, aber ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich noch nie ein Heft gekauft habe. Da habe ich nun das Angebot genutzt das Heft als kreative Bloggerin kostenlos zur Probe zu lesen. Für dieses Angebot bedanke ich mich an dieser Stelle recht herzlich!



Handmadekultur - das Magazin
Wer das Internet-Portal kennt, weiß, dass es dort einen sehr großen Fundus an Anleitungen und Inspirationen aus den Bereichen Nähen, Basteln, DIY, Food usw. gibt. Das setzt sich in der Print-Ausgabe genauso fort, unterfüttert mit längeren Reportagen und Artikeln.

Die "Handmadekultur" erscheint 4x jährlich. Ich habe Ausgabe Nr. 3 September-November 2016 gelesen. Inhaltlich bietet das Magazin ein Potpourri verschiedener "Handmade"-Disziplinen und viele, viele Anleitungen und Ideen zum Selbermachen.
Natürlich interessiert mich am meisten "Nähen", aber ich finde es genauso erfrischend und inspirierend meinen Blick rechts und links meiner Nähwelt schweifen zu lassen und zu sehen, was andere rund um "handmade" und "DIY" so machen.

Auf der Suche nach Inspiration - Print versus Online
Gerade in einer Zeit, in der unsere Blicke und Inspirationen computergesteuerten Algorithmen unterworfen sind (und ich selbst nicht selten das ungute Gefühl habe, dass meine Inspirationen und Ideen ferngesteuert werden vom Datenfeed der sozialen Netzwerke), empfinde ich es als wohltuend eine richtige, papierne Zeitschrift in Händen zu halten.

Natürlich gehen print und online nicht mehr ohne einander. Natürlich lebt die "Handmadekultur" auch von Kreativblogs, oder Kreative aus aller Welt präsentieren sich auch im Internet. Ich bin durch die Lektüre der Zeitschrift nun auf ein paar schöne Blogs und Internetseiten gestoßen, die ich so vielleicht nicht kennengelernt hätte.

Über die Ruhe des Stöberns
Genauso geht es mir mit einigen Themen der Ausgabe: Während ich im Internet meist wenig Zeit habe und ich beim Scrollen nur bei echt guten oder interessanten Fotos stoppe (gebe ich ja zu), weil ich entweder irgendwas bestimmtes suche, oder weil ich "in eigener Sache" unterwegs bin und wenig bis keine Zeit für den kreativen Output anderer habe (gebe ich auch zu), lasse ich mich auf die Zeitschrift doch mehr ein - nehme mir die Zeit in Ruhe durchzublättern, auch ein zweites Mal, zerstreue mich dabei, und stoße auf interessante Artikel, Perspektiven, Trends und Kreativtechniken, die ich sonst auf der Datenautobahn nicht einmal wahrnehme.

Ich habe mir für 2017 nichts wirklich Konkretes zum Vorsatz genommen - irgendwie "arbeite" ich andauernd an mir und beschreite meinen Weg einfach weiter ohne mir bestimmte Dinge vorzunehmen - aber ein Thema begleitet mich zunehmend, und das ist "Achtsamkeit".
Beim Stöbern - dem unbestimmten Suchen Finden in der "Handmadekultur" - fiel es mir auf: Indem ich mir Zeit nahm und das Heft durchblätterte, mein Blick und meine Gedanken mal hierhin und dorthin flossen, öffneten sich neue Gedanken und Ideen - Inspiration!

Klar - auch hinter der Print-Ausgabe der "Handmadekultur" steckt eine Redaktion mit einer Grafikabteilung. Jedes Foto steuert den Blick, ebenso das Design und der Aufbau der Texte. Trotzdem wird doch die Auswahl der Inhalte nicht von einem Algorithmus auf mein Klickmuster angepasst, sondern eine Redaktion stellt die Inhalte zusammen, und ich kann entscheiden, was ich ansprechend finde, und was nicht.



Handmade-Potpourri: Möbel-Bau und Makramee
Zugegeben, mich spricht auch nicht alles an. Aber wie gesagt - zum einen habe ich den ein oder anderen schönen Blog gefunden, über den ich sonst nie gestolpert wäre, z.B. Miss Red Fox oder Living and Green, und zum anderen hätte ich die ein oder andere Inspiration oder Anleitung niemals entdeckt, z.B. für den "Fake-Kamin", für den es eine komplette Bauanleitung gibt, und den ich meinem Mann schonmal gezeigt habe - für den Fall, dass er mal irgendwann Langeweile hat.


Ein weiteres Thema, über das ich schon mehrfach gestolpert bin, aber das mir die "Handmadekultur" nun nochmal ans Herz legte, ist Makramee. Ich hab das als Kind mal gemacht - in den 80ern! Meine Mutter hat Blumenampeln geflochten und so Wandteppiche geknüpft, da war teilweise auch Makramee-Technik dabei. Ich hatte als Kind auch Spaß daran. Vielleicht probier ich das nun mal mit meinen Kindern aus.

Gefallen hat mir auch der Artikel über textile Metaphern und Sprichwörter - von Haus aus bin ich ja Literaturwissenschaftlerin, und ich lese sowas einfach sehr, sehr gern.
Gerade für solche Artikel habe ich im Internet einfach keine Zeit - und ich genieße sie auch nicht, weil ich da sehr schnell lese.


Nähen mit Handmadekultur
Zwei Schnittmuster sind in der "Handmadekultur" enthalten - einmal für einen Blouson, und einmal ein Kulturbeutel, den ich bestimmt mal nachnähen werde, weil ich die Idee pfiffig finde.
Der Blouson ist zugegebenermaßen einfach nicht meins - ich bin aber auch noch nie so der Mode-Mensch gewesen. Meine Stil lässt sich ganz gut in "schlamm" und "Schlumpf" zusammenfassen, obwohl ich mir fest vorgenommen habe in der Zeit NACH DEM BAUCH viel viel mehr für mich zu nähen - ich habe hier schon diverse Schnittmuster, die diese Zeit herbeisehnen. Der Blouson wird es nicht werden.
Aber das heißt ja nicht, dass das Angebot grundsätzlich schlecht ist, im Gegenteil!

Wer neugierig ist, kann ja auch gern auf der Schnittmuster-Seite der "Handmadekultur" vorbeisurfen und selbst ein bisschen stöbern: Gaaaaanz viele Schnittmuster stehen dort kostenlos zum Download zur Verfügung: HIER GEHT'S LANG!

Insgesamt haben mir Aufmachung und Inhalte sehr zugesagt - ob ich mir nun regelmäßig ein Heft kaufe, kann ich nicht verprechen; das gibt mein Alltag mit bald vier Kindern einfach nicht her. Aber ich werde vielleicht nicht mehr ganz so achtlos daran vorbeilaufen, wenn ich das Magazin im Zeitschriftenregal stehen sehe.

Noch einmal vielen Dank für's Lesen-Dürfen an das Handmadekultur-Team und bis bald,
Sonja



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2 Kommentare

  1. Ich denke, sowohl Print als auch Online hat Vor- und Nachteile. Leider ist natürlich beides fremdbestimmt. Der Algorithmus versucht, die Inhalte möglichst passgenau auf einen auszurichten, hat aber weniger Möglichkeiten zu schauen, ob die Inhalte gut aufbereitet sind. Bei redaktionellem Inhalt kann man davon ausgehen, dass der Inhalt gut aufbereitet ist, aber eben die Streuung größer ist und einem (noch) mehr nicht unbedingt zusagt. Ersteres ist natürlich immer von Vorteil und wenn man wie du gerne über den Tellerrand guckt und Neues entdecken möchte, ist natürlich die redaktionelle Aufbereitung optimal.
    Ich lese aus ganz ähnlichen Gründen hin und wieder Zeitschriften und Magazine, weil sonst Dinge unter meinem Radar vorbei fliegen - sowohl im Bereich des DIY, als auch politisch usw.

    Und ja, auch ich habe den Eindruck, dass ich bei Printprodukten viel achtsamer lese und unter Umständen auch mehr mitnehme, weil die Lesesituation eine andere ist - genau wie du sie beschrieben hast.

    Im Prinzip sind wir uns also ziemlich einig.^^ (Nur dass mir der Streuverlust bei Handmade Kultur immer zu groß war.)

    Liebe Grüße,
    Sabrina

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    Antworten
    1. Hallo Sabrina,

      ja, genau um den "Streuverlust" gering zu halten, muss man wohl die für sich ideale Zeitschrift finden. Ich weiß nicht, ob es die wirklich gibt. Für mich wird es weiter eine Mischung sein, denke ich: Ich halte online die Augen auf, blättere aber auch gern in Zeitschriften und kauf hin und wieder eine, und das auch nicht nur im DIY-Bereich :).

      Lieber Gruß,
      Sonja

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