Regal-Upcycling. In vier Schritten zum Vintage-Look

Dienstag, August 30, 2016


Vor einiger Zeit habe ich es angekündigt und seitdem immer mal wieder erwähnt: Derzeit bauen wir einen Kellerraum aus, damit ich dort mit meinem gesamten Nähkram einziehen kann! Damit geht ein Traum in Erfüllung: Mein eigenes, kleines Nähreich, das obendrein geschäftstauglich ist, denn ab und an verirrt sich ja auch mal eine Kundin hierher um Stoffe direkt auszusuchen und sich beraten zu lassen.

Für dieses Projekt haben wir im Vorfeld einige Entrümpelungsarbeit geleistet. Dabei bin ich im Keller auf ein altes Regal aus Kiefer (?) gestoßen, das ich in einer spontanen Vision bereits als Ausstellungsregal für meine genähten Werke sah.

Einmal "shabby chic" bitte
Doch so konnte es nicht bleiben:


Bei einem unserer Baumarktausflüge (ich oute mich als Baumarkt-Fan), wurde ich dann sehr gut beraten und mein erstes Möbel-Upcycling nahm im Geiste Gestalt an: Ich wollte gern dieses Regal in "shabby chic".

Upcycling in vier Schritten
Für mein erstes Möbel Upcycling Projekt war dieses Regal ein sehr dankbares Opfer. Auf Pinterest staune ich ja auch immer wieder, was andere so aus alten Sachen basteln und upcyceln. Bisher habe ich mich selbst aber nicht daran getraut. Dabei ist es gar nicht schwer - in nur vier Schritten habe ich diesem Regal einen Hauch von Vintage und shabby chic verpasst. Und Du kannst das auch!

Schritt 1
Zunächst habe ich die Regalböden rausgenommen und dann den Rahmen und die Böden von allen Seiten abgeschliffen. Von unschätzbarem Wert hat sich dabei dieses kleine Maschinchen auf dem Bild entpuppt: Sie sieht fast ein bisschen wie ein Bügeleisen aus, ist aber eine kleine Schleifmaschine!
(Wir hatten sie für die ganzen geplanten Renovierungsarbeiten rund um unser (neu erstandenes) Haus gekauft, und die Anschaffung hat sich bislang sehr gelohnt - ich habe damit unter anderem auch schon Wände geschliffen um sie für einen Anstrich vorzubereiten.)

Für dieses Upcycling Projekt war die Bosch PSM 100 A Schleifmaschine* genau die Richtige zum Warmwerden. Dank ihr ging dieser eher mühselige Teil - das Abschleifen - richtig flott von der Hand. (Sie brummt zwar, erinnert aber auch in der Anwendung an ein Bügeleisen - insofern fühle ich mich als Nähtante auch ganz wohl damit.)



Schritt 2
Nach dem Schleifen habe ich dann alle Teile lackiert, und zwar mit Bondex Vintage Farbe in weiß*. Die Farbe wurde mir im Baumarkt empfohlen, und ich bin insgesamt sehr zufrieden damit.

Du kannst hier auf dem Bild schon sehen, dass eine Textur trotz Anstrich bleibt - das ist durchaus gewollt.


Nach dem Trocknen und eventuell zweiten Anstrich geht es weiter...

Schritt 3
Jetzt wird wieder geschliffen: Ich habe jetzt von Hand geschliffen, aber ich kann mir vorstellen, dass es mit der Schleifmaschine und einem feinen Schleifpapier auch ginge.


Durch das erneute Schleifen erhält das Holz Schattierungen, und die Textur kommt wieder deutlicher heraus. Der Hersteller empfiehlt auch zum Abschleifen z.B. Stahlwolle zu benutzen. Das habe ich bei diesem Projekt noch nicht probiert, habe ich aber für zukünftige Projekte im Hinterkopf - ich werde berichten!

Schritt 4
Der letzte Schritt ist für mich die Entdeckung des Jahres gewesen: Bondex Vintage Wachs in grau*. Es gibt das Wachs auch in ein paar anderen Farben, z.B. auch in weiß. Ich hatte gleich das graue genommen, um noch ein bisschen mehr "shabby" herauszuholen.

Erst mit dem Wachs wird das Upcycling wirklich komplett! Ich hatte auch erst gezögert es zu kaufen, habe dann aber gedacht, dass ich es einfach mal ausprobiere und auf die Herstellerempfehlung achte. Und in diesem Fall hat es sich gelohnt! Hier ein Detailbild der Schrankseite:

Das Wachs wird mit einem trockenen Tuch aufgetragen, und zwar erst kreisförmig und großzügig wie auf dem ersten Bild. Ich hatte mich auch erst erschrocken wie wüst das aussieht. Aber dann wird das Wachs in Richtung der Maserung einpoliert. Es zieht dann wunderbar ein - und verleiht dem Holz einen leichten Grauschleier. (Es gibt das Wachs auch in weiß, falls Du das nicht wünschst!)

Durch das Wachs wird die zuvor raue Oberfläche plötzlich weich und wunderbar glatt! Ich bin restlos begeistert und könnte den ganzen Tag den Schrank streicheln. Jedes Mal, wenn ich daran vorüber gehe, fahre ich mit der Hand darüber.




Da das Regal ja Ware präsentieren soll, habe ich als Finish noch einen Haken an die äußere Seite angeschraubt. Da kann ich nach Belieben Taschen oder Kleidung aufhängen:



Fertig


Mit meinem fertigen Regal bin ich sehr zufrieden, und ich muss gestehen, dass es bestimmt nicht mein letztes Möbel Upcycling wird. Es hat sich zwar kinder- und sommerbedingt ein paar Wochen hingezogen, bis es fertig war, aber es ist auch ein Projekt, das zwischendurch mal eine Woche einfach nur rumstehen konnte - das ist in meinem Alltag nicht ganz unwichtig.

So steht es übrigens jetzt an Ort und Stelle im Keller:



Hast Du schon einmal ein Möbelstück aufpoliert oder hast es vor? Ich bin gespannt, Deine Upcycling Projekte zu bestaunen!

Jetzt verabschiede ich mich erst einmal und verlinke noch mit DienstagsDinge und HoT.

Schöne Woche noch,
Sonja



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3 Kommentare

  1. UIIIII des host scheeeen gmacht,,,
    i hob de MASCHIN ah,,,freu,,,freu,,,

    hob no an feinen ABEND
    bis bald de BIRGIT

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Birgit,

      lieben Dank! Ja, das Maschinchen ist schon sehr nützlich - ich hab die im Moment viel in der Hand :).

      Lieber Gruß,
      Sonja

      Löschen
  2. Sonja, wenn du fertig bist .... darfst du gerne bei mir vorbeikommen ;)
    Ich hätte da auch einiges zum abschleifen und streichen ;))
    Wenn du das doch soooo gerne machst ;)

    ♥liche Grüße
    Ellen

    AntwortenLöschen

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Sonja

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